Der Beach Club Premium fasst rund 7’200 Liter Wasser. Die Wassermenge
entscheidet vor allem darüber, wie viel Strom das Aufheizen kostet — beim
ersten Füllen, nach einem Wasserwechsel und beim Hochfahren vom Winter- auf den
Sommerwert. Für die laufende Temperaturhaltung zählt etwas anderes: Wasserfläche,
Isolierung, Abdeckung und Standort. Mehr Wasser heisst deshalb nicht automatisch
proportional mehr Strom.
Gerechnet ist mit diesem Nutzungsprofil: Aufstellung im Freien in der Schweiz,
windgeschützt, Abdeckung bei Nichtbenutzung geschlossen. Sommer und Übergangszeit
bei rund 26 °C, im Winter auf 19 °C abgesenkt und weiter gefiltert — geschwommen
wird dann nicht.
Grösse und Literinhalt. Wo keine geprüften Wärmeverlustdaten
vorliegen, rechnen wir den Heizbedarf einer Anlage mit 6’000 Litern auf diese Anlage um:
Grössenfaktor = (7’200 ÷ 6’000) hoch zwei Drittel = 1,13. Der Exponent
zwei Drittel steht dafür, dass die Wärme über die Fläche verloren geht
und nicht über das Volumen — eine doppelt so grosse Wanne verliert nicht doppelt so viel.
Die Umwälzpumpe ist der Posten, der rund um die Uhr weiterläuft, auch
wenn niemand badet. Gerechnet sind 6 Stunden Filterbetrieb am Tag: 0,19 kW × 6 h × 365 Tage =
416 kWh im Jahr. Wer nur 4 Stunden filtert, kommt auf rund 277 kWh; wer 8 Stunden
filtert, auf rund 555 kWh. Für diese Anlage liegt uns keine Angabe zur Umwälzpumpe vor. Gerechnet mit 0,19 kW wie bei den vergleichbaren Anlagen. Annahme.
Die Gegenstromanlage fällt viel weniger ins Gewicht, als die
Pumpenleistung vermuten lässt. Angenommen sind drei Schwimmeinheiten je Woche zu
30 Minuten über 16 Wochen — das sind 24 Betriebsstunden im Jahr. RiverJet-Gegenstromanlage mit drei Motoren zu je 3 PS. Eine eigene Massagepumpe ist nicht ausgewiesen; die Zeile Massage enthält deshalb nur Steuerung und Beleuchtung. Gerechnet mit
1 PS = 0,7355 kW mechanischer Leistung; die tatsächliche elektrische Aufnahme liegt wegen
der Motorverluste darüber, die Zeile ist also eher zu tief als zu hoch.
Warum im Sommer wenig Heizstrom anfällt: Sonne und warme Aussenluft
erwärmen das Wasser mit. Die elektrische Heizung springt dann nur noch an, um die
nächtliche Abkühlung auszugleichen. Warum im Winter trotz abgesenkter
Temperatur Heizstrom anfällt: der Temperaturunterschied zur Umgebung ist trotz
19 °C grösser als im Sommer bei 26 °C, und er besteht rund um die Uhr, 121 Tage lang.
Warum Semiground weniger Heizenergie braucht: die versenkten Seitenwände
stehen nicht mehr in der freien Luft, und der Wind kommt nicht mehr an sie heran. Wir rechnen
konservativ mit dem Faktor 0,90, also rund 10 Prozent weniger Heizenergie. Warum die
Pumpen dabei nicht weniger brauchen: eine Umwälzpumpe fördert dieselbe
Wassermenge, ob die Wanne im Boden steht oder daneben. Deshalb sinkt nicht der ganze Verbrauch
um 10 Prozent, sondern nur der Heizanteil — unter dem Strich sind es 5,4 Prozent.
Die Bedingung dazu: der Einbauschacht muss trocken und fachgerecht
ausgeführt sein. Feuchtigkeit, Grundwasser, fehlende Drainage oder Wärmebrücken
können den Vorteil verkleinern oder ganz aufheben. Auch das Aufheizen nach einem
Wasserwechsel bleibt gleich: Wasser von 12,5 auf 26 Grad zu bringen kostet dieselbe Energie,
egal wie die Anlage steht.
Welche Annahmen am stärksten wirken: die Filterlaufzeit (jede Stunde
mehr am Tag kostet rund 69 kWh im Jahr), die Dichtheit der Abdeckung und der Standort. Starker
Wind, eine durchnässte Abdeckung, häufiges Öffnen und ungewöhnlich kalte
Winter treiben den Verbrauch nach oben.
Herstellerangaben: Shopexport whirlpool-agentur.ch. Was dort nicht steht, ist oben als Annahme
gekennzeichnet — wir erfinden keine Herstellerdaten. Strompreise: 0,277 CHF je kWh ist der
Schweizer Medianwert 2026 nach dem ElCom-Haushaltsprofil H4 und kein überall
gültiger Tarif; je nach Gemeinde und Netzbetreiber liegt er zwischen rund 0,25 und
0,35 CHF. Alle Werte sind Schätzungen, keine Zusicherung. Was Ihre Anlage
an Ihrem Standort wirklich braucht, sagt Ihnen zuverlässig nur eine Messung am eigenen
Stromzähler.